Tag 8 – Von Kranjska Gora nach Trenta

Tag 8 – Von Kranjska Gora nach Trenta

Ich habe die regnerische Nacht überstanden und wurde mit Sonnenstrahlen geweckt – juhu. Endlich mal aufwachen und dabei einen strahlenden Himmel erblicken zu können, war sehr angenehm. Warm war es auch noch dazu. Wenn man so lange durch den Regen fährt tut das mal richtig gut. Also holte ich meine klammen Sachen aus dem Zelt und hing diese noch zum trocknen auf, während ich meinem morgentlichen Ritual nachkam. Bisher war alles wunderbar. Heute stand ja der Vrsic-Pass auf dem Plan und auch dieser hat es in sich. Auf einer länge von 9 km hat er eine durchschnittliche Steigung von 14 Prozent, somit ergeben sich 1260 Höhenmeter :). Aber das wusste ich im voraus, dass dies eine Herausforderung werden wird. Das auch noch mit dem für mich (bestimmt auch für andere) schwerst bepacktem Rad, was die Welt gesehen hat. Was solls. Ich schnürte alles wieder fest und los ging die Weiterreise.

Da ich nicht unmitelbar in Kranjska Gora eine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatte, musste ich gestern noch ca. 5 km weiter fahren, die ich heute auch wieder zurück fahren musste. Somit war ich schon „Angeschwitzt“ – kennt man ja aus dem Fußballtraining. Bei mir war es allerdings anders. Als ich dann am Fuße des Vrsic-Pass angekommen war, schaltete ich sogleich mal in die kleinste Übersetzung – ich brauche ja schließlich noch ein wenig Strom. Ich wollte nicht gleich alles Verpulvern. Das Wetter war gut, denn die Sonnen schien und es war ziemlich warm. Auf einem Schild an dem ich mich vorbei schob, stand nun endlich die unverblühmte Wahrheit: 9 Km und14% Steigung. Beim Wurzenpass waren es 18% Steigung und da habe ich meinen persönlichen Zenit erreicht, insofern dachte ich „Cool, da hab ich ja noch 4 Prozentpunkte Puffer“.

Die anfängliche Euphorie weicht schnell

Die Strecke wollte einfach kein Ende finden. Wow – ich glaube, dass dieses mal die Länge einen wesentlichen Grund lieferte um mich an meine Grenzen zu bringen, aber ich sagte immer zu mir selbst: „Los! Auf geht’s!“ und solche blödsinnigen Dinge. Anhalten musste ich trotzdem. Aber ich kämpfte mich heute Kilometer für Kilometer und Höhenmeter für Höhenmeter richtung Gipfel. Quällend!!! Mal wieder an einer kleinen Ausbuchtung der Straße angehalten, etwas getrunken und ein Magnesium nachgelegt und auch so ein kleines Powergel zu mir genommen.

Dieser Energieschub hat geholfen und so ging es wieder weiter. Die Straße auf den Pass ist ziemlich eng und bei allen Fans des Motorsports beliebt. Es war immer ein wenig beängstigend, wenn mich von hinten eine ganze Bikerhorde mit gefühlt Tempo 100 überholte und das mit einem Abstand von weniiger als 2 Metern. Ich war hoch konzentriert um meine Balance halten zu können. Ja das passiert so alles auf einem Pass oder zumindest auf dem Weg nach Oben.

Gipfelsturm und Partylaune

Trotz aller Strapazen habe ich es nach einer Fahrtzeit von ca. 3,5 Stunden geschafft. Ein herrliches und erhabenes Gefühl. Ich habe an zwei Tagen hintereinander zwei Pässe mit dem „schwerst bepacktem Fahrrad der Welt“ gemeistert – Genug der selbstbeweihräucherung – ABER ES MUSS AN DIESER STELLE BETONT WERDEN :).

Übrigens das Gipfelfoto von mir hat ein ganz liebes Pärchen gemacht. Genauer gesagt, die Freundin oder Frau – ich weiß es nicht so ganz genau. Auch die Namen der beiden kenne ich nicht, aufgrund der Gipfeleuphorie kann so etwas schon mal in den Hintergrung geraten – Aber schön euch kennengelernt zu haben. Mein Nachtlager habe ich heute in Trenta, im Triglav Nationalpark, aufgeschlagen und morgen geht es dann immer an der Soca entlang über Kobarid weiter nach Tolmin. Ich bin mal gespannt, was mich morgen erwartet.

Tag 7 – Von Spittal an der Drau nach Kranjska Gora

Tag 7 – Von Spittal an der Drau nach Kranjska Gora

Nach einer guten Nacht in einem warmen Bett und einer heißen Dusche packte ich meine Taschen und belud mein Rad. Anschließend genoss ich noch einen Cappuccino mit extra Longu und reichlich Zucker. Sehr gut so etwas in der Früh genießen zu können. Während ich so bei meinem Kaffee saß musste ich mal wieder feststellen, dass mir das Wetter nicht wohlgesonnen war. Tief hängende Wolken und natürlich auch wieder Regen herrschten vor. Was soll’s, ich will ja meine Reise fortführen und heute hatte ich den Anspruch bis nach Solwenien zu kommen – also los gehts.

Meine letzte Station war Spittal an der Drau (ich meine das ist in Kärnten – stand zumindest immer auf den Schildern). Und so setzte ich mich wieder mit meinem superschweren Rad in Bewegung und musste natürlich, wie jeden Tag, erst einmal meinen Radweg finden. Einmal abbiegen hier und dann wieder dort- hilft nichts also Maps an und siehe da, der Weg befindet sich in 600 Metern auf der linken Seite. Immer dem Schild R1 hinterher richtung Villach. Sehr gut und so machte ich das nun auch.

Wieder kein Wetterglück?

Der Regen wurde stärker aber das bin ich ja nun gewohnt. Meine erste Etappe nach Villach war sehr komfortabel, es gab keine oder kaum Steigungen, also konnte ich meine ca. 40 km ganz locker strampeln. Das fand ich nach dem gestrigen Tag auch ganz entspannend.

Das beste kommt, wie gesagt immer am Schluß. Villach war nach einer Reisezeit von 3 Stunden erreicht und es war trotz des Wetters ein sehr schöner Weg. Er führte mich immer an der Drau entlang und ich musste nicht oder nur wenig auf der Straße fahren. Das erste Tagesziel war geschafft: Villach, die wiederkehrende Frage, wie es nun weiter ginge, stellte sich mir.

Und dann auch noch orientierungslos

Dazu muss ich sagen, wenn man über indirekte Anbindungen in Städte kommt, muss man auch wieder rausfinden. Ich wollte ja zum Wurzenpass und der war noch einnige Kilometer entfernt. Also Maps erneut anschalten und kreuz und quer durch die Stadt gefahren. Die Zeit läuft mir davon und ich weis noch ungefähr was mich erwarten sollte. Schlussendlich habe ich dann aus der Stadt heraus- und nach einigem Nachfragen wieder auf den richtigen Pfad gefunden. Noch 16 km bis zum Fuße des Wurzenpass – dann mal Los. Meine Fahrt ging wieder am Lauf eines Flusses entlang aber leider weiß ich den Namen nicht mehr aber meinne Radwegkennzeichnung hat sich von R1 auf R3 geändert.

Und auch das noch

Es war echt nicht leicht den Wurzenpass zu Erklimmen, aber ich habe es geschafft und bin nach Kranjska Gora gelangt. Hier ertrinke ich gerade in meinem Zelt und musste auch schon das Wasser etwas heraus wischen. Das kann ja eine Nacht werden. Falls ich bis Morgen nicht ertrunken bin geht es dann weiter über den Vrsic Pass nacht Trenta in den Triglav Nationalpark.

Tag 6 – Von St. Johann im Pongau nach Spittal an der Drau

Tag 6 – Von St. Johann im Pongau nach Spittal an der Drau

Schweren Herzens habe ich mich heute von den lieben Menschen in St. Johann verabschiedet aber meine Reise endet ja nicht dort, sondern an der Adria. Ich wartete mal wieder den Regen ab und man mochte es nicht glauben, ein paar sanfte Sonnenstrahlen kämpften sich durch die dicken Wolken. Somit konnte meine kleine Behausung etwas Abtrocknen. Während dies geschah, nutzte ich die Zeit um noch einmal mein morgentliches „Luxus“-Ritual zu genießen.

Dann wurde es aber Zeit. Nicht wieder so lange rumbummeln, hatte ja eine richtige Aufgabe zu bewältigen. Von meinem Standort aus auf dem Tauernradweg – bis nach Bad Gastein – durch den Tauern – Mallnitz und dann ab nach Villach. Denkste!!!

Kräftezehrende Anstiege und turbulente Abfahrten

Die Etappe stellte sich schwieriger dar als gedacht. Ich will nochmal betonen, das ich ein mega vollgpacktes Fahrrad fahre und die Berge haben es echt in sich mit ihren Anstiegen. Von anderen Radfahrer*Innen werde ich immer mit ehrfürchtigen Blicken verfolgt wenn ich vorbei fahre oder wenn sie mich Überholen, was nur Bergauf passiert. Dann kommt es auch schon mal zu einem „Wow, das sieht aber schwer aus“. Ich antworte dann: „Ich bin Produkttester für Fahrradtaschen.“, oder: „Ich wollte schon immer mal mit so einem schwer bepackten Rad über die Alpen ans Meer fahren.“

An dieser Stelle will ich Lars und Stuart erwähnen. Die beiden haben mich bis kurz vor Bad Gastein begleitet – war sehr schön und lustig und auch informativ für mich. Ich weis jetzt, dass ich zur Not mal bei https://www.warmshowers.org/ nach einer Unterkunft suchen kann.

Außerdem habe ich die Karte von Stuart bekommen – https://www.stujefka.com/ #Werbung. So brachte ich einen nach dem anderen Kilometer hinter mich und erreichte dann nach ca. 3 Stunden Bad Gastein, eine megaschöne Stadt am Ende des Tauerntals.

Von dort aus ging es natürlich nur Bergauf bis nach ca. 4km langer fahrt dann das Ende kam – nichts ging mehr. Also alle in den Zug und ab durch die sogenannte „Tauernschleuse“ bis nach Mallnitz. Dort wieder raus in eine sagenhafte Bergabfahrt – SUPER. Das hat mich voll geflasht und da ich ja auch Motorrad fahre konnte ich meine erlernten Kurvenfahrtechniken voll anwenden. Keiner der anderen hatte eine Chance – juhu.

Nach dem Anstieg ist vor dem Anstieg

Doch auch diese Abfahrt hatte mal ein Ende gefunden und ich musste wieder ganz ordentlich in die Pedale treten. Nicht, weil es so dolle Bergauf ging, sondern aufgrund des jetzt vorhandenen starken Gegenwinds. Aus dem gleichnamigen Fahrradladen kommt übrigens mein Fahrrad #Werbung.

Das ist sehr anstrengend und mein Ziel liegt noch in weiter Ferne, ganze 75 Km – Ahhhhhhh. Ich sagte zu mir selbst: „Fahr einfach so lange du kannst“. Das war dann genau bis nach Spittal an der Drau. Hier habe ich jetzt auch eine Unterkunft gefunden. Morgen sind es dann noch ca. 40 km bis Villach und vielleicht schaffe ich es auch noch über den Wurzenpass hinein nach Slowenien.

Tag 5 – Pausentag #2

Tag 5 – Pausentag #2

„Stillstand “ – Ja ich wollte weiter Richtung Bad Gastein. Jetzt kommt das große ABER. Es war zum zweiten mal eine regnerische und stürmische Nacht, die mich ohne Zutun meines Weckers aus dem Schlaf gerissen hat. Wieder einmal hat es aus Kübeln geschüttet – Wow – schon fing ich an, darüber nachzudenken, „He! Wie packst du alles zusammen und das einigermaßen trocken?“

Energie schöpfen für die weiteren Etappen

Ja wenn mann nicht mit dem Auto oder dem Wohnmobil unterwegs ist, dann sind das schon wichtige Fragen die man sich so stellt. Ist ja dann nass beim Start und wird nicht besser, wenn du es wieder aus den Packtaschen am Zielort rausholst. Nach kurzem Nachdenken habe ich mich dann doch entschlossen, noch einen Tag hier am wunderschönen Campingplatz Wieshof in St. Johann in Pongau zu Gastieren.- ach ja #Werbung.

Jetzt habe ich aber zwei Tage Pause gehabt und morgen geht es weiter ob Regen oder Sonne – das ist nicht von Priorität. Ich muss weiter richtung Süden. Heute gibt es auch nicht so viel zu berichten außer, dass ich kurz beim Einkaufen war, mir eine Kleinigkeit zu Essen gemacht habe und natürlich PAUSE, denn Morgen geht es dann endlich weiter richtung Villach.

Tag 3 (+Pausentag) – Von Salzburg nach St. Johann im Pongau

Tag 3 (+Pausentag) – Von Salzburg nach St. Johann im Pongau

Es ging weiter. Ich hatte schon wieder die gleichen Schwierigkeiten wie schon bei meiner Abfahrt aus München. Den Weg raus aus Salzburg finden. Nach Tausend mal Abbiegen und Überqueren von unzähligen Kreuzungen schaffte ich es dann doch an die Salzach zu kommen (wer nicht weiß, was oder wer die Salzach ist – ich bin ein Fluss). So hatte ich also den Fluss gefunden und zugleich auch den Tauernradweg. Juhu! – diesem sollte ich immer folgen hieß es. Ja klar mach ich.

Tagesziele und schwere Brocken

Mein Ziel für heute war Bad Gastein – 108 km von Salzburg (Entfernungsangaben habe ich von Google Maps – also keine Gewähr). Die Sonne war mir wohl gesonnen aber natürlich ging auch die Hitze von ihr aus und das zehrte an den Kräften. Insgeheim sagte ich mir: „Na gut, fahr‘ einfach soweit wie du kannst und wenn es nicht mehr geht dann rechts raus auf einen Campingplatz. Keinen Stress verursachen und auch kein Rennen fahren.“ Mit dem Gepäck auf dem Rad ist das eh nicht möglich. Da es jetzt wirklich auf die Alpen zugeht, sind natürlich reichlich Anstiege, oder auch „Pässe“, vorhanden. Da geht es schon mal zur Sache – ein Vorgeschmack auf die mich noch erwartenden Anstiege, wie den Wurzenpass, um nur einen zu Erwähnen.

Aber es kommen ja noch ein paar Geschichten – nur Geduld :). Also dann weiter auf meinem Tauernradweg, natürlich wieder mit ein paar unfreiwilligen Schlenkern aufgrund der nicht ganz durchsichtigen Beschilderung. Da aber auch andere Mitreisende das gleiche Problem hatten, kam es zum Erfahrungsaustausch und wir alle fanden den richtigen Weg, der uns dann vielleicht schlussendlich zum Ziel führen würde. Ich erwähnte Mitreisende – es ist auf so einer Reise einfach ein Geschenk wie viele Leute man kennen lernen darf – WUNDERBAR.

Beeindruckende Landschaften

So fuhr ich vor mich hin auf sehr schönen Wegen – Zeit für ein paar Eindrücke …

Das ist nur ein kleiner Einblick von dem was ich sehen durfte – MEGA.

Das Tagesziel vor Augen

Immer weiter ging es dann Bergauf und es wurde auch ziemlich Anstrengend. Lange ging das auch nicht mehr gut. Ich „schleppte“ mich von einem Ort zum anderen in der Hoffnung, dass es bald ein Ende finden mochte. St. Johann im Pongau war dann nur noch 10 km von meinem Standort entfernt und das war en Lichtblick. Also nochmal die Zähne zusammen beißen und Los… Geschafft!!!

Mein kleiner Helfer kam nun wieder zum Einsatz und ich fand mein Nachtlager auf dem absolut coolen Campingplatz Wieshof (St. Johann in Pongau). Mega freundliche Leute, super schöner Platz, neue Sanitäranlagen und meine persönlichen Highlights: da ich ja immer noch keinen funktionierenden Kocher habe – es gibt eine Küche wo man sich was zu Essen machen kann und WLAN auf dem ganzen Platz – Wow – besser als bei mir zu Hause. Hier habe ich Pause gemacht und auch meinen nächsten Pausen-Tag verbracht. Morgen geht es wieder weiter: Erst einmal nach Bad Gastein und dann durch die Tauern nach Villach, nahe der Slowenischen Grenze.

Tag 2 – Von Prien am Chiemsee nach Salzburg

Tag 2 – Von Prien am Chiemsee nach Salzburg

Ich begann den Tag damit mich in der Früh damit zu beschäftigen, die nassen Sachen wieder einigermaßen trocken zu bekommen. Die Sonne kam nach dem Regen und somit nutzte ich meine Chance und breitete mich in der Wärme der Sonne aus. In der Zwischenzeit wollte ich dann meinem morgentlichen Ritual nachkommen und musste feststellen, das ich weder Handtuch noch Duschgel oder wenigstens eine Seife dabei hatte.

Pro Tipp

An dieser Stelle ein Hinweis: solltet Ihr auch mal so einen Trip vorhaben, macht euch unbedingt eine Packliste – sehr zu empfehlen.

Nun den dann halt Zähne geputzt und mit dem Rasierer übers Gesicht gerutscht (nicht geschnitten) und das war e auch schon. Sachen zusammengeschnürrt und an meinem Fahrrad befestigt – OHHHH MAN IST DAS ALLES SCHWER – aber ich sagte mir: „alles Training“. Wobei ich auch wieder an die Packliste denken musste…

Es ging weiter Richtung Salzburg, die wunderschöne Stadt in Österreich an der Salzach. Mein Weg führte mich diesmal in die Nähe von Reit im Winkl über Siegsdorf weiter nach Traunstein (stand auf einem Schild) hab ich mir gedacht läuft kann nicht verkehrt sein. War dann auch so. dennoch gab es schon auch einen Wehrmutstropfen, weil ein großer Teil der Strecke über ziemlich befahrene Landstraßen führte (Autofahrer sind immer ein wenig Egos, oder vielleicht auch große – man weis es nicht).

Ankunft am Zeltplatz und ein dramatisches Erlebnis

Gegen 17:00 Uhr überquerte ich dann die deutsch-österreichische Grenze und war bei herrlichem Sonnenschein in Salzburg angekommen. So soll es sein. Die nächste Tanke gehörte mir, denn mein Tank war leer und ich musste den Staub der Landstraße runterspülen und zwar mit einem köstlichen Gösser Radler (#Werbung).

Danach brauchte ich ja wieder einmal einen Platz zum Schlafen und mein kleiner elektronischer Helfer leistete ganze Dienste. Nach ungefähr vier km, kreuz und quer durch Salzburg und einer 12% Steigung erblickte ich den Campingplatz wo ich heute meine Nacht verbringen sollte. Heute musste ich dann auch mein Zelt aufstellen, weil Biwaken war nicht erlaubt. Egal!

Camping-Panorama Salzburg

Also baute ich mein Zelt auf und ich sollte es mir eingestehen – das ist BESSER. Nachdem ich meine kleine Unterkunft aufgebaut hatte, meldete sich mein Magen. Daher holte ich mir mit meinem letzten Geld, was ich noch in Bar dabei hatte, Pasta und ein Glas Tomatenpampe (für alle, die immer mit der Karte zahlen – das war hier nicht möglich). JUHU! – nur noch den Kocher anheitzen und dann soll es los gehen mit meinen leckeren Nudeln. Aber nichts war’s. Mein Kocher wollte nicht so wie ich. Jetzt erst einmal das Ding auseinander gebaut und auf Fehlersuche gegangen. Alles hab‘ ich versucht, doch nichts hat geholfen. So musste ich mich dann endlich geschlagen geben.

Hmmmmm dann halt keine Pasta. Ein Bier hatte ich noch, was mein Abendessen gewesen wäre, wenn nicht meine Nachbarn meinen dramatischen Kampf mit meinem Kocher mitbekommen hätten. Kurzerhand gaben sie mir von ihren gekochten Nudeln etwas ab. Voll toll. Der weitere Abend war ganz lustig. Ich habe mit Leuten aus Berlin noch vor ihrem Camper gesessen und wir haben einander viel erzählt und gelacht. Die Nacht blieb trocken und so konnte ich mich am nächsten Morgen zusammenschnüren und weiter Richtung Süden aufmachen.

Tag 1 – Von München bis Prien am Chiemsee

Tag 1 – Von München bis Prien am Chiemsee

Mein Tag der Abreise war mal wieder wie der Himmel in der Nähe von Rosenheim… so ein wenig durchwachsen. Ich wollte eigentlich um 6:00 Uhr mit gepackten Fahrradtaschen vom Hof reiten, aber wie es manchmal so ist, wurde daraus nichts. Ca. 2 Stunden später habe ich es endlich geschafft und bin auf mein Rad gestiegen um mein Abenteuer zu beginnen.

Diese leichte Verspätung ist dennoch nicht so schlimm, da ich ja Urlaub habe und daher einfach mal so in den Tag hineinradeln kann. Gesagt getan ging es frisch ans Werk und hier sind die ersten Eindrücke.

Aller Anfang ist schwer

Anfangs ging es dann durch München und ich muss sagen, das ist nicht so einfach. Wenn man nur der Navigation vertraut kann es schon vorkommen, dass man sich nur Elipsenartig fortbewegt. Nun aber mit ein bisschen Zeit und Geduld findet man dann schon auf den richtigen Weg. Ich fuhr über Haar nach Baldham und weiter grob in Richtung nach Rosenheim. Mein erstes Ziel sollte eigentlich Salzburg sein aber aufgrund der verspäteten Abfahrt habe ich es dann nur bis Prien am Chiemsee geschafft. Das waren immerhin auch schon über 70 km. Dort angekommen saß ich erst einmal am Anleger der Ausflugsschiffe und habe mir ein leckeres isotonisches Getränk schmecken lassen. Ich genoß die Atmosphäre am See – scho schee.

Weiter ging es dann mit der Suche nach einer Schlafmöglichkeit und es stellte sich heraus, dass mein kleiner Navihelfer auch so ein Feature für mich parat hielt und es funktionierte erstaunlich gut. Super! – ich hatte einen Campingplatz in sehr kurzer Zeit gefunden und konnte dort mein erstes Nachtlager aufschlagen.

Mein erstes Nachtlager: Im Vordergrund mein Biwaksack, daneben ein Campinghocker und im Hintergrund mein Fahrrad an einen Baum gelehnt.
Auf dem Biwaksack liegt eine Solarzelle zum Laden diverser elektronischer Geräte.

Ich dachte mir, dass es mehr mühe machen würde wenn ich jetzt auch noch mein Zelt aufbauen müsste und so entschloss ich mich heute Nacht (die erste) im Biwak zu verbringen. Klar macht es nicht so viel Aufwand aber es ist schon sehr spartanisch. Was solls, ist ja schließlich auch ein Abenteuer und dementsprechend minimalistisch. Der Abend war gut, die Nacht ungemütlich und sehr Nass… Der Regen ließ mich dann nicht mehr so richtig zur Ruhe kommen. In meiner doch sehr beengten Behausung spürte ich jeden Tropfen der auf mich niederging. Das waren einige, denn es hat geschüttet, wie aus Eimern. Zum Aufstehen, so ab 7:00 Uhr, hatte sich das Wetter wieder beruhigt und ich konnte zumindest im trockenen meinen zweiten Tag beginnen.

Seilbrücken

Seilbrücken

Das konstruieren von „Seilbrücken“ ist für die ganze Gruppe immer eine Herausforderung, besonders wenn es darum geht ein Hindernis zu überwinden. Wie überquere ich einen Fluss oder einen Bach ohne nass zu werden? Ich muss das Material als ersten Schritt auf die andere Seite des Baches oder der Schlucht bringen – aber wie – und das bedeutet für das Team, sich eine Strategie zu recht zu legen. Meistens sieht es im ersten Moment leichter aus, als es ist. Wenn Du es selber einmal ausprobieren willst dann komm‘ und versuche Dich im Bau einer „Seilbrücke“ …

Kletter und Boulderkurse

Kletter und Boulderkurse

Klettern ist seit je eine Faszination was uns Anzieht. Wir sind schon immer von den Bergen angezogen gewesen und das Interesse daran ist in der heutigen Zeit noch mehr geworden. Klettern bedeutet im Team zu sein, sich auf seinen Partner verlassen zu können. Sich seiner eigenen Angst vor der Höhe zu stellen. Sich im Ganzen zu spüren, denn der Sport oder mehr gesagt die Leidenschaft des Kletterns beansprucht den ganzen Bewegungsapparat. Physische und Psychische Komponenten müssen in Einklang gebracht werden um sich den Erfolg zu sichern. Heute wird zwischen ganz vielen Kletterstilen differenziert und einige wollen wir euch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Ob Indoor (Bouldern und Klettern in künstlichen Anlagen) oder im Gebirge. Hier bieten wir für jeden das richtige an.

Höhlenexkursionen

Höhlenexkursionen

Eine Höhle ist ein natürlich entstandener unterirdischer Hohlraum, der länger als fünf Meter und groß genug ist, um von Menschen betreten zu werden. Diese Definition des Begriffs „Höhle“ aus der Speläologie (Höhlenkunde) unterscheidet sich vom umgangssprachlichen Gebrauch. Erkunden Sie eine  verwinkelte Höhlen bei einer Tour durch das Angerloch.

Der erdrückenden Normalität des Alltags zu entfliehen, wenn sie das wollen ist es bei dieser Tour die Möglichkeit. Viele Leute schweifen in die Ferne um dem Stress den Rücken zu kehren. Wir können aber auch zusammen bei einer Höhlenexkursion in eine abenteuerliche Welt abtauchen um einmal abzuschalten. Nicht nur von außen warten herrliche Impressionen der Natur  auf die „Speläologen“. Das innere eines Berges hat auch immer etwas Mystisches und sich meist seit vielen Jahrhunderten nicht mehr verändert.

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