Die Seele baumelt im Camping Kalami

Die Seele baumelt im Camping Kalami

Ich war in Griechenland angekommen und das war super. Der Campingplatz Kalami war super schön, allerdings hatte ich ja auch noch keine Vergleichswerte, deshalb empfand ich diesen super. Für den „RAVTI“ hatte ich einen relativ schattigen Platz gefunden und spannte auch meine Plane über ihn. Somit hatte ich auch gleich ein kleines Vorzelt – MEGA . Jetzt konnte ich ein wenig chillen und mich ausruhen. Das Meer war auch sehr leicht zu erreichen. Da es sich um einen Terrassencampingplatz handelte, ging es immer die Stufen runter und direkt ins Meer. Das war echt cool. Da es aber so heiß war, habe ich es nicht allzu lange ausgehalten und hielt meine Strand-Aufenthalte relativ kurz. Aber so zwischendurch mal eine kurze Abkühlung war schon echt angenehm.

Aus der Vergangenheit nichts gelernt?

Ich entschied mich einige Tage zu bleiben, da ich ja Urlaub habe und mich nicht stressen lassen wollte. Es wurden dann vier Tage daraus. Eigentlich passierte in dieser Zeit nicht viel. Ich organisierte meine Sachen, wie zum Beispiel meinen Internationalen Versicherungsschein und überlegte mir wie sich meine Weiterfahrt gestalten sollte. An einem besonders heißen Tag, wie sollte es auch anders sein, stieg ich auf mein Rad und fuhr die Küste zu einem nahe gelegenen Küstendorf um eine Kleinigkeit einzukaufen. Es sind dann doch zwölf Kilometer geworden. Diese hatten es aber in sich, da Griechenlands Küsten ja nicht eben sind, sondern ein Mix aus Bergauf-Passagen und Abfahrten. Zunächst also natürlich eine Steigung. Dennoch – ich kann es noch.

Wieder am Campingplatz, genoss ich die Zeit sehr und es gab auch immer wieder etwas neues zu sehen. So zum Beispiel kam eine ziemlich große Familie aus Ungarn an, die gegenüber von mir ihr Lager aufschlug und ich kann es nur sagen, was für eine Mentalität und Feuer die hatten. Echt super. Auf dem Campingplatz erlebte ich auch mein erstes Gewitter und das war nicht ohne, aber wir ließen uns die Laune dadurch nicht vermiesen – ganz im Gegenteil: die Nachbarn feierten den Regen mit dem Song des Komponisten Nacio Herb Brown – Singin‘ in the Rain – Klasse. Ich war in guter Gesellschaft. Langsam kam man sich auch näher.

Mitten im Urlaub adoptiert

Das Eis wurde Mal wieder von einem kleinen Mädchen gebrochen, was mir immer zu winkte, wenn es ins Bett musste. Auch der Familienhund war Irgendwann so neugierig, dass er bei mir stand und um mich rum schnüffelte. Spätestens jetzt war es geschehen, ich war offiziell angenommen. Man grüßte mich überall wo man sich über den Weg lief und auch am Strand waren wir nie weit voneinander entfernt, obwohl nicht viel gesagt worden ist.

Eines Tages kam ich vom Strand die Stufen hinauf und eines der Kinder kam zu mir und fragte auf englisch, ob ich einen Fisch möchte. Sein Vater hat diesen selbständig mit der Harpune im Meer gefangen. Wow – ja sehr gerne mag ich einen Fisch. Der Junge kam mit einer Platte voller frittierter Fische zurück und ich Griff zu. Es war so lecker. Ich bedanke mich recht herzlich und ließ mir meinen Fisch schmecken. Das war wirklich eine schöne Geste. Die Reise hat super toll begonnen und so soll es weiter gehen. „Wundervoll“, dachte ich mir, „was es doch für liebevolle Menschen auf dieser Welt gibt“. Begeisterung machte sich in mir breit und das „nur“ wegen eines Fisches.

Die Zeit verging viel zu schnell, denn mein Ziel ist ja Athen. Also musste ich weiterfahren – ich merkte es. Auf zu neuen Abenteuern und Begegnungen!

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