Tag 2 – von Ancona nach Igoumenitsa

Tag 2 – von Ancona nach Igoumenitsa

Die zweite Etappe meiner Abenteuerreise führt von Ancona nach Igoumenitsa. Es ist mittlerweile 21:30 Uhr und wir sind immer noch im Hafen vertaut. Die Schornsteine rauchen allerdings schon, vielleicht ein gutes Zeichen, dass es bald heißt: „Leinen los!“. Und so ist es dann auch – der Dampfer setzt sich in Bewegung, erst ganz langsam, aber es geht los. Der Lotse, der an Bord kam wurde dann auch schon bald wieder von seinem Boot, das Backbord längs lief, aufgenommen und wir stachen in die dunkle See.

Nächster Halt ist dann Igoumenitsa in Griechenland. Ich hatte mir ja ein lauschiges Plätzchen gesucht und dort verweilte ich auch so bis halb Zwei in der Früh. Ein paar lecker Getränke hatte ich noch gehabt. So eine Seereise macht bekanntlich auch durstig. Da es aber schon eine anstrengende erste Etappe war entschloss ich mich, dann doch in meinen Schlafsack zu kriechen. Dafür musste aber noch das richtige Plätzchen gefunden werden.

Über Nacht an Deck – ob das gut geht?

Ich bewegte mich aufs Oberdeck und siehe da hier konnte ich mein Lager für die Nacht aufschlagen. Es war so schön an Deck unter freiem Himmel, der Wind blies mir um die Nase und das Gebrummel der Maschinen hat mich dann doch überwältigt und ich schlief ein.

Geweckt wurde ich heute von einem übereifrigen Maschinist – ich glaube zumindest, dass er was damit zu tun haben könnte. Er überprüfte die ganzen Beiboote auf ihre Funktionalität und das wiederum bedeutete, dass er alle Motoren startete und diese natürlich nicht nur Lärm, sondern auch leckere Abgase verursachten. Das war heute mein Wecker.

Ein spannender Tag steht an

Nun dann – es war eh viel zu heiß, also packte ich mein Nachtlager wieder zusammen und begab mich an die Bar, um einen Kaffee und einen leckeren Softdrink zu ordern. Unterdessen setze mein Schiff seine Reise fort. Heute am 28. Juni, um 15:00 Uhr sind wir schon auf der Höhe von Albanien – es geht also voran. Ich saß da so in meiner Deck-Nische und bekam auf einmal Gesellschaft von Elke und Lucky und es ergab sich eine sehr nette und amüsante Unterhaltung, mit Witz, Charme und Esprit. Sehr schön, so in dieser Runde mit netten Geschichten und Anekdoten aus früheren Urlauben verging die Zeit auch ziemlich schnell.

Einige Zeit später, gesellten sich dann auch noch Fabiola und Patrick mit ihren Kindern zu uns – die Selbsthilfegruppe mit dem Thema „Internationaler Versicherungsschein“ war komplett. Ja das sollte ich kurz erläutern. Da wir alle unsere Urlaubs-Vorhaben ausgetauscht hatten und ich von meiner Rückreise durch die Balkanstaaten erzählt habe, kam der Internationale Versicherungsschein wieder zur Sprache und ich schaute mit großen Augen und einigen Fragezeichen – was ist das und wozu ist dieser nötig? Mir wurde dann mitgeteilt, dass dieses Dokument für manche Länder von großer Bedeutung sei. Ahhhhhh ja, OK. Nun denn!

Unvollständige Reisevorbereitungen!? – NIEMALS

Und jetzt was mache ich nun, denn ich glaube, so etwas besitze ich wohl nicht. Aber es ist gut, eine Gruppe zu haben oder besser gesagt, ein Teil davon zu sein. So konnten wir die offen Fragen im Kollektiv herausarbeiten und zu einer Lösung finden. Am Ende war es dann so, dass ich meine Versicherung anrief und mir das Dokument via Mail schicken ließ.

Unsere Schiffsreise neigte sich dem Ende zu. Wir ließen Albanien an uns vorbeiziehen und der nächste halt war Igoumenitsa. Natürlich dauerte es wieder ein wenig, bis alles durch die wild gestikulierende Crew koordiniert wurde, und schlussendlich alle das Schiff verlassen konnten. Zuvor sagten wir einander noch Servus und wünschten uns gegenseitig eine gute und schöne Reise.

Abschiednehmen und die obligatorische Suche nach einer Unterkunft

Ich machte mich auf der Küstenstraße grob in Richtung Athen auf den Weg. Der erste Campingplatz gehört mir und da kam er auch schon, ca. 6 Km von Igoumenitsa entfernt: Camping Kalami. Runter von der Bahn und rein zum Check-In – alles super. Nach einer langen und heißen Etappe habe ich es fürs erste Geschafft. Ich bin in Griechenland angekommen.

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